Rush of love (Rush of love 1)

 

Autor: Abbi Glines

 

Originaltitel: Fallen too far

 

Übersetzer: Heidi Lichtblau

 

Erscheinungsdatum: 14. Mai 2013

 

ISBN-13: 978-3492304382

 

Verlag: Piper Taschenbuch

 

Taschenbuch: 240 Seiten

          

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Klappentext: Sie ist seine Stiefschwester. Sie ist jung und unschuldig. Für Rush Finlay ist sie aber vor allem eines: verboten verführerisch. Nach dem Tod der Mutter verlässt Blaire ihr Zuhause, um bei ihrem Vater und dessen neuer Familie in einem luxuriösen Strandhaus zu leben. Vor allem ihr attraktiver Stiefbruder Rush lässt sie jedoch immer wieder spüren, dass sie nicht willkommen ist. Er ist so abweisend wie anziehend, so verletzend wie faszinierend, er ist verwirrend und unwiderstehlich – und er kennt ein Geheimnis, das Blaires Herz mit einem Schlag für immer brechen könnte.

 

Momentan macht sich auf dem deutschen Markt ein neues Genre breit. Wo mich der Hype um “Beautiful Disaster” nicht so packen konnte, überzeugte mich “Rush of Love” umso mehr. Der Klappentext hörte sich nach netter Unterhaltung an. Das war es auch, leider nur zu kurz.

Blaires Mutter unterlag dem Krebs. Nach dem Verkauf des Hauses und aller anderen Habseligkeiten, um die ausstehenden Krankenhausrechnungen zu bezahlen, macht sich die 19jährige sich suf den Weg zu ihrem Vater umd dort zu wohnen, bis sie Arbeit gefunden und sich ein neues Leben aufbauen kann. Aber anstatt ihren Vater, findet sie Rush in dem Haus vor. Er entpuppt sich als ihr Stiefbruder, Sohn eines Rockstars, reich, arrogant und unsagbar sexy. Sie darf bleiben, in der Kammer der Haushälterin und Rush  lässt sie deutlich spüren, dass sie nicht erwüscht ist. Dennoch kann sich Blaire seiner Anziehungskraft nicht entziehen. Doch warum ist Rush plötzlich so eifersüchtig, als Blaire als Getränkeverkäuferin auf dem Golfplatz allen Männer den Kof verdreht? Und wieso hasst seine Schwester Blaire so sehr?

 

Erster Satz: Wo ich herkam, standen alte Trucks mit großen erdverkrusteten Rädern vor den Häusern, in denen eine Party stieg.

 

Idee: Die Idee ist nicht neu, recht klassisch und nicht wirklich innovativ. Armes Mädchen trifft reichen Bad boy. Trozdem stehe ich ja auf so ein Thema.

 

Plot: Den Anfang fand ich irgendwie doof und im Endeffekt zeigt er ein anderes Bild von Blaire, zumindest für meine Begriffe. Aber dann geht alles seinen Weg. Da die Geschicht auf 240 Seiten gepackt ist, geht alles recht rasant. Mir hat das deshalb gefallen, da ich den absoluten Lesesog hatte. Manche Dinge waren vorhersehbar, haben aber das Lesevergnügen nicht getrübt. Man muss ein bischen aufpassen um bei der Auflösung nicht den Faden zu verlieren, wie jetzt wer zueinander steht. Ich fand die Handlung nicht zu kurz und nicht zu lang. Perfekt für ein Lesevergnügen zwischendurch.

 

Schreibstil: Locker und leicht. Nichts besonderes, aber eben schnell zu lesen, sodass die Seiten dahinfliegen. Erzählt wird in der Ich-Perspektive im Präteritum. Mir haben die Dialoge gefallen, vor allem aber die Art, wie Blaires Gefühle geschiltert wurden. Das konne zwar auch stellenweise nerven, passt aber zum Alter von Blaire.

Charaktere: Blaire. Obwohl ich den Charakter nicht ganz stimmig finde, mochte ich sie. Erst wirkte sie wie ein taffes Mädel, aber das dreht sich nach dem ersten Kapitel  und damit  musste ich erst zurecht kommen. Mit ihren 19 Jahren musste sie schon das Haus ihrere Mutter verkaufen, die Beerdigung organisieren und sich mit Krankenhasurechnugen rumplagen. Deshalb nehme ich ihr das Streben nach dem eigenen Lebensunterhalt ab. Auch, dass sie niemandem zur Last fallen und nichts geschenkt haben möchte, verstehe ich. In Puncto Rush ist sie total naiv. Ihre vielen Gedankengänge sind fast zu viel, aber wenn ich recht darüber nachdenke, für eine 19–jährige Jungfrau absolut nachvollziehbar. So sehr ich mir an den Kopf gefasst habe, warum das Mädchen so blind ist, kann ich es dennoch verstehen.

Rush ist der stereotype Badboy schlechthin. Ich kann es nicht genau erklären, aber trozdem hatte er mich von Anfang an. Im Grunde könnte man an allen Ecken meckern. Er lässt sie in einer Kammer hausen, ist unfreundlich, weist sie ab und alles nur, weil er sie nicht zu nah an sich rankommen lassen möchte, da sonst seine Libido mit ihm durchgeht. Ja, er erfüllt alle Klischees und dennoch hat er seine süße Seite. Abbi Glines schaffte es irgendwie diesen Charakter trotzdem zu mögen um ihn anzuschmachten.

Bei den Nebecharakteren gibt es keinen, den ich besonders hervorheben könnte. Sie sind gut, vielfältig und erfüllen ihren Zweck.

 

Hintergrund: Ich habe keine Ahnug von Golf und auch nicht davon, wie es ist als neuzehnjägrige all diese Dinge nach dem Tod der Mutter zu organisieren. An keiner Stelle habe ich das Gefühl gehabt, dass etwas am Hintergrund nicht stimmt. Die Familienverhältnisse sind etwas verworen, aber die Erklärung ihres Zustande kommens nachvollziehbar.

 

Fazit: Ein unerwartet gutes Buch, für dieses Genre. Ein Lesevergnügen nach meinem Geschmack, wenn ich leicht unterhalten werden möchte. Da fühlt man sich wieder jung und die Erotik kommt nicht zu kurz. Was ich bei “Beautiful Disater” vermisst habe, ist Abbi Glines hier vollends gelungen. Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten. Ein wahrer “Rush of Lesen”.

Für alle, die Bad boys mögen und sich bei leichtem Lesevergnügen über eine Prise Erotik freuen.

Quelle: http://aislingbreith.de/blog/2013/07/10/rush-of-love-verfuehrt-rush-of-love-1