Artemis Fowl - Der Atlantis-Komplex: Der siebte Roman

Der Atlantis-Komplex  - Eoin Colfer Achtung! Bezieht sich auf das Hörbuch!Natürlich erwarte ich als Fan der Reihe und von Sprecher Rufus Beck jedes Mal sehnsüchtig den nächsten Teil. Bisher dachte ich, Teil sieben wäre der letzte Teil der Abenteuer rund um den jungen Meisterdieb, aber es wird wohl noch einen Teil geben. In diesem teil zeigt sich Artemis von einer anderen Seite. Ihm ist plötzlich daran gelegen die Welt zu retten und ruft seine Unterirdischen Freunde zu einer Konferenz zusammen, um seine neue Idee vorzustellen. der sonst so souveräne Junge lässt sich jedoch plötzlich durch die Zahl vier erschrecken und fängt an Wörter zu zählen um sicher zu gehen, fünf Worte in einem Satz zu benutzen. Während der Konferenz kommt es zu einem Angriff bei dem Artemis, Foaly und Holly fliehen. Durch einen Schuss kehrt Artemis plötzlich sein zweites Ich heraus: Orion, einen romantischen in Holly schwer verliebten Jugendlichen. Foaly und Holly stimmen überein: Artemis ist krank; er leidet unter dem Atlantis-Komplex.Idee: Die Idee passt für mich in die Reihe und hat einen neuen Aspekt versprochen.Plot:Irgendwie lief dieses Mal alles so langsam ab. Es dauert ewig, bis etwas passiert. Natürlich gibt es wieder mehrere Handlungsstränge, die zum Schluss auch gut ineinander gefügt werden, aber das wurde in anderen Teilen schon besser gelöst.Charaktere: Ich liebe die Charaktere, auch, wenn sie sicher in anderen teilen mehr Farbe hatten. Aber Foaly, bleibt einer meiner Lieblinge und ich habe mich auch sehr über das Auftauchen von Mulch gefreut. Ich finde es schwierig zu beurteilen, wenn man die Charaktere jetzt schon so lange kennt. Mir gefallen sie super, im Gesamtbild der Reihe. Jeder hat auf seine Art etwas und ist ausgefeilt. Deshalb werde ich mich bei der Bewertung der Charaktere nur zurückhalten, weil sie in diesem Band nicht ganz so präsent sind.Hintergrund: Es ist Fantasy, da ist der Hintergrund immer schwer. Über die ganze Reihe gesehen hat mich nie etwas gestört oder ich habe etwas infrage gestellt. Da passte immer alles, weil es eben so abgedreht ist. Ich finde die ganze Idee mit dem unterirdischen Volk super. Sicher, über Artemis Hintergrund lässt sich streiten, aber selbst das er als minderjähriger eine Zeit ohne seine Eltern lebt verzeihe ich der Geschichte.Sprecher: Was soll ich sagen: Rufus Beck, ein Garant für Hörvergnügen. Ich habe wirklich mal Artemis Fowl lesen wollen, aber mir fehlte die Stimme Foalys so sehr, das ich wieder zum Hörbuch gegriffen habe. Er kann sein schauspielerisches Talent mal wieder voll auskosten. Ihm kann ich einfach keine schlechte Bewertung geben, sondern nur jeden wärmstens ans Herz legen.Fazit: Für mich ist das Ende zu offen, was ich so noch nie bei der Reihe erlebt habe. Ein bischen langatmiger und flacher als die Anfangsteile ist er schon, aber es ist der siebte Teil und da erwarte ich nicht mehr viel. Ich bekenne mich ein Reihenhasser zu werden. Irgendwann ist der Ofen aus und alle gute Munition verschossen. Aber ich mag die Charaktere und den Sprecher, deshalb freue ich mich auf den Abschluss der Reihe. Vielleicht wird das Ende wieder richtig gut. Mehr habe ich mir von Artemis zweitem Ich versprochen, oder dem Wechsel zwischen den beiden. Das hätte man sicher besser umsetzen können. Dennoch möchte ich jedem, der Spaß an leicht abgedrehten Geschichten und Charakteren hat (es ist ein Kinder- und Jugendhörspiel) Artemis Fowl ans Herz legen.