Eragon - Das Erbe der Macht

Eragon - Das Erbe der Macht - Christopher Paolini Achtung, die Rezension bezieht sich eigentlich auf das Hörbuch!Lange habe ich auf den vierten Teil gewartet. Ursprünglich hatte ich mit der Eragon-Reihe angefangen, weil es von einem meiner Lieblingssprecher, Andreas Fröhlich, gesprochen wird. Teil eins und zwei haben mir sehr gefallen. Als ich Teil drei hörte, war ich noch in dem Glauben, dass dies der letzte Teil sei, was sich dann als Fehlinfo herausstellte. Ich sage direkt: Teil drei war mir viel zu langatmig. Drei Jahre auf die Fortsetzung zu warten und endlich das Ende zu hören, war eine viel zu lange Zeit. Ich werde die Handlung nicht mit eigenen Worten wiedergeben, denn ich bin enttäuscht.Zu Anfang kommt man gleich in ein Schlachtengetümmel, dass sehr genau beschrieben wird. Zu genau, für meinen Geschmack. Schon in Teil drei gab es Passagen(z.B. die Schwertschmiederei) die mich gelangweilt haben. Hätte ich das Buch gelesen, hätte ich es gleich wieder weggelegt. Es passieren so unnötige Dinge. Muss ich wirklich haarklein beschrieben bekommen, wie Eragon eine ganze Nacht Lang eine Verkettung von Zaubern wirkt? Ich finde es zwar toll, das Paolini sich so viel Gedanken zu den Hintergründen macht, aber ich muss nicht an allem teilhaben. Man hätte das ganze Buch sicher um ein drittel kürzen können. Die langen Beschreibungen, die er über eine ganze Zeit macht, bleiben dann plötzlich in den Schlussszenen aus. Für mich bleiben Fragen offen:Achtung Spoiler:Was wird aus Murthag und Dorn?Was aus einem meiner Lieblingscharaktere Angela? Gerade bei ihr habe ich die ganze Zeit auf die Schlüsselszene gewartet, was im vierten Teil sogar noch unterstützt wurde, aber nichts!Warum bahnt sich zwischen Muthag und Nasuada etwas an und wird nicht ausgeführt?Vor allem: Warum passiert rein gar nichts zwischen Arya und Eragon? Nicht ein Kuss?Wann hört man endlich mal einen wahren Namen? Darum wird ein großes Geheimnis gemacht.[/spoiler]Ich finde es immer gut, wenn man nach dem fulminanten Ende noch hören kann, was weiter mit den Helden passiert. Grundsätzlich ist bei solchen Geschichten der Weg "in" das Abenteuer immer ausführlich beschreiben, aber "heraus" oft nicht. Hier wird es auch erzählt, aber so kurz, im Gegensatz zu den vorangehenden Passagen, dass er es sich auch hätte sparen können. Meiner Meinung steht Eragon vor viel zu vielen Hürden.Achtung Spoiler:Erst die Schlacht, dann ein gescheiterter Plan, der viel zu sehr in die Länge gezogenen Flug durch das Unwetter zur Stadt der Drachenreiter. Als Hörer war es für mich so logisch und deshalb unverständlich, dass Eragon so lange braucht um herauszufinden, dass er dort seinen wahren Namen sagen muss. Dann diese Sache mit den Eldunari fand ich schon die ganze Zeit merkwürdig, aber dass es dann plötzlich mehr davon gibt und ganz viele Dracheneier... Das die Eldunari die ganze Zeit über alles vorraus gesehen haben.Genug gemeckert, es gibt auch positives. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, man bemerkt die Entwicklung, die der Autor mitgemacht hat. Die Welt hat einen fundierten Hintergrund und weist viele Detais auf. Die hätten nicht immer ausgeschrieben werden müssen. Mit Andreas Fröhlich hat Eragon eine genialen ehrwürdigen Sprecher bekommen, der es versteht, die einzelnen Charaktere hervorzuheben. Gut war auch der Szenenwechsel, dass teilweise aus Nasuadas Sicht und aus Rorans Sicht geschrieben wurde.An Paolinis Stelle hätte ich mächtig gekürzt und Teil drei und vier in einem Band gemacht. Teil vier war besser als teil drei, aber dennoch unbefriedigend. Meine Enttäuschung mag vielleicht daran liegen, dass ich normalerweise nicht so viel Fantasy dieser Art höre/lese und es mir insgesamt zu lang war. Die Meinungen gehen bestimmt geteilt daher, aber für mich ist das Kapitel Eragon abgeschlossen.