Man muss weiterlesen

Pandämonium - Die schwarzen Künste: Band 1 - 'Andrew Prentice',  'Jonathan Weil'

GASTREZENSION VON SCATTY:

Als ich das Cover von “Pandämonium” sah, war mir gleich klar „Das musst du lesen“. Es sticht sofort ins Auge und die goldene geprägte Titelschrift passt sehr gut zu dem roten Einband. Als nächstes hat mich der Klappentext sehr neugierig gemacht, und wenn man diesem glauben kann, soll man eine spannende, fantasievolle und magische Geschichte erwarten. Und was soll ich sagen … die Leser wurden nicht enttäuscht.

Jack lebt mit seiner Ma in England des 16. Jahrhunderts, auf einem kleinen verlassenen Hof. Sie haben nicht viel zum Leben aber sind zufrieden damit. Jacks „Beruf“ ist Taschendieb und diesen soll er nun professionell ausüben. Und damit ihm das gelingt, hat er viel geübt und absolviert nun die Prüfung zum „Filzer“ bei dem obersten Dieb … bei Mr. Sharkwell. Zu dieser Prüfung gehören drei Teile und 2 davon hat er gut gemeistert. Nun ist der nächste Teil dran. Er soll in einem Theater einen Besucher bestehlen, was ihm zwar gelingt aber er hat zu dem Zeitpunkt keine Ahnung, auf was er sich da eingelassen hat … denn die bestohlene Person ist Nicholas Webb, Magier und Hexenjäger seiner Zeit.

Erster Satz: Das Mädchen starb als Erste. Sie knüpften sie an einer Weide auf.

Idee: Bücher mit solchen Themen gibt es schon sehr viele, aber keine davon ist gleich. Auch diese Story hebt sich von den anderen ab, wobei auch die Hauptperson mal kein Mädchen ist, wie in so vielen anderen Büchern. Die Zeit, in der das Buch spielt, spiegelt auch einige Aspekte der Geschichte wieder, wie z. B. die Hexenjagd, wenn auch auf eine andere Art und weise. Aber die Idee an sich ist sehr gut gelungen.

Plot: Schon am Anfang des Buches lernt man sehr viele Personen kennen, wie z. B. den Jungen Jack, seine Mutter, Sharkwell, Mr. Smiles und Webb, sowie einige andere. Es geht sofort richtig los mit der Story ohne großes drum herum Gerede. Als Jack Mr. Webb beklaut, ahnt er nicht, was ihn danach erwarten wird. Er konnte ihm eine kleine Geldbörse abnehmen in der er auch eine Pfeife (zum Rauchen) findet. Diese will sich Webb zurückholen und tötet dabei Jacks Mutter. Jack hingegen wird mit einem Pulver aus der Pfeife am Auge erwischt und sieht seitdem merkwürdige Dinge. Aber dabei soll es nicht bleiben. Das Buch ist von Anfang bis Ende ein spannendes und magisches Abenteuer und für junge, sowie ältere Leser sehr gut geeignet.

Schreibstil: Der Schreibstil des Autoren ist sehr einfach gehalten, aber dennoch fiel mir das lesen an einigen Stellen schwer und ich musste immer noch mal drüber lesen. Wörter die eine bestimmte Betonung haben sollen, sind auch dementsprechend markiert mit einer anderen Schreibart. So bekommt man den gelesenen Satz gleich in die richtige „Tonart“.

Charaktere: Jack ist ein Charakter, den man nicht so leicht einschätzen kann, aber ich mochte ihn von Anfang an. Vor allem weil er auch eine so gute Beziehung zu seiner Mutter hat und die beiden ein starkes Band verbindet. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie es ist, seine Mutter zu verlieren und dennoch so stark zu bleiben.

Mr. Sharkwell ist ein strenger aber gerechter Mann, für den jedes Mitglied seiner „Diebes-Truppe“ wie Familie ist und um diese kümmert er sich sehr gut. So auch um Jack, nach dem Tod seiner Mutter. Aber man sollte sich nie mit ihm anlegen.

Nicholas Webb ist ein dunkler Magier und skrupelloser Hexenjäger … mehr muss man dazu nicht sagen. :-)

Hintergrund: Diese Geschichte spielt, wie so viele Jugend-Fantasy Bücher, in England und in diesem Falle im London des 16. Jh.

Die Story ist gespickt mit viel Fantasie, Magie und rasanter Spannung.

Fazit: Mit den knapp 500 Seiten (480) ist dieser Jugendroman keine leichte Kost aber durch die Spannung und die Geschichte an sich liest man einfach immer weiter und ist auch schnell damit durch, je nachdem wie schnell oder langsam man liest :-)

„Pandämonium“ ist, wie ich hörte, der Auftakt einer neuen Jugendbuchreihe, und wenn die Geschichte so spannend bleibt und die Cover so schön, dann kann ich mir durchaus vorstellen, die Reihe weiter zu lesen.

Quelle: http://aislingbreith.de/2013/03/22/pandaemonium