Gallagher Girls – Spione küsst man nicht.

 

 

 

Autor: Ally Carter

Originaltitel: I’d Tell You I Love You, But Then I’d Have to Kill You

 Erscheinungsdatum: 20.03.2013

 ISBN-13: 978-3522503310

Verlag: Planet Girl Verlag

Broschierte Ausgabe: 300 Seiten

 

Klappentext:

 

Auf der Leipziger Buchmesse war unter anderem dieses Buch ausgestellt. Bei der Frühjahrs- bzw. Herbstprogrammbesprechung mit  der Presseabteilung vom PlanetGirl–Verlag wurde es mir empfohlen und der Klappentext war ansprechend. Es versprach nach einer Menge Spaß und lustiger Verwirrungen.

Cammie ist ein eigentlich normales junges Mädchen. Sie hat eine Mutter, nette Freundinnen und geht zur Schule. Und dann hört das Normalsein auch schon auf. Die Mutter ist eine ehemalige Top-Agentin und nun Schulleiterin einer Ausbildungsakademie für Nachwuchsagentinnen. Die Freundinnen, sind genauso wie Cammie, Schülerinnen dieser Schule und lernen anstatt Erdkunde, Physik und Biologie, nützliche Dinge wie: Tarnen, Geheimcodes knacken und 14 verschiedene Sprachen, die abwechselnd beim Essen gesprochen werden. Da kann es vorkommen, das an einem Abend “Englisch mit amerikanischem Akzent” und am nächsten Tag “Chinesisch-Mandarin” gesprochen werden muss.

Bei einem Außeneinsatz begegnet Cammie Josh. Ein Junge aus der Nachbarschaft, der im Gegensatz zu ihr, wirklich “normal” ist. Was tut sie also um ihn näher kennenzulernen? Richtig, sie spioniert ihn aus und legt sich eine zweite Identität zu – die eines “normalen” Mädchens …

Erster Satz: Bestimmt fühlen sich viele Mädchen manchmal unsichtbar.

 

Idee: Eine Mädchenschule für Top-Agenten. Ich finde die Idee einfach so abwegig, wie sie doch wahr sein könnte. Sich vorzustellen, irgendwo auf der Welt gibt es eine Schule, wo all die Kinder von Top-Agenten hingehen und dort zu neuen Agenten ausgebildet werden, finde ich spannend. Wieso eigentlich auch nicht? Es gibt die Europaschulen, in denen die Kinder von Diplomaten unterrichtet werden. Privatschulen für die Reichen der Reichen und sicher auch Schulen für die Kinder von Hollywoodsterchen. Nicht zu vergessen Hogwarts :o )  Warum dann nicht auch nicht eine Schule für Spione.

 

Plot: Die Geschichte beginnt mit dem neuen Schuljahr, indem Cammie und ihre Freundinnen das Fach “Geheimoperationen” bekommen. Dazu auch den passenden Lehrerschwarm Joe Solomon, dem die sechszehnjährigen Mädchen auch glatt verfallen. Bei ihrem ersten “Außeneinsatz” bei einem Jahrmarkt in der Stadt, müssen Cammie (das Chamäleon), Bex (die Beste) und Liz (der Nerd) einen der Lehrer beschatten (natürlich so, dass er es nicht merkt) und herausfinden, welches Getränk er zu seinem Donut ist.

Sie läuft Josh über den Weg, und als er sie anspricht, ergeht es ihr wie vielen anderen Mädchen (nicht nur Topagentinnen in Ausbildung): Sie quasselt nur zusammenhangloses Zeug und denkt, sich bis auf die Knochen blamiert zu haben. Doch der Junge hinterlässt Eindruck und so tut sie das, was sie am besten kann: Sie knackt seinen E-Mail Account, durchwühlt seinen Müll, nur um mehr über ihn herauszufinden.

 

Schreibstil: Die Geschichte ist aus Sicht von der 16-jährigen Cammie geschrieben, was den Leser schnell in das Geschehen zieht und auch mit der Protagonistin fühlen lässt. Es ist locker und leicht zu lesen, ohne das man ins Stocken kommt. Die Übersetzer haben gute Arbeit geleistet.

 

Charaktere: Die Charaktere sind klar gezeichnet. Jeder hat seine Rolle und seine Aufgabe. Cammie, das “Chamäleon”, ein Durchschnittsmädchen, das in der Menge verschwindet, ohne aufgefallen zu sein. Sie verliebt sich in einen Jungen, der nicht weiß, wer sie ist und sie glaubt, damit sie mit ihm zusammen sein kann, muss sie ebenfalls normal sein und erfindet sich eine Tarnidentität.

Bex, das Mädchen aus England und die Klassenbeste Agentenanwärterin aus Cammies Jahrgang. Sie hat immer die beste Idee und ist die treibende Kraft in der Observierung von Josh.

Liz, die Computerspezialistin und das ‘Brain’ von den drei Freundinnen. Sie ist ein bisschen trampelig und schusselig, genauso so, wie man sich einen weiblichen Nerd vorstellt. Nur mit dem Unterschied, dass sie ziemlich cool ist.

Dann gibt es noch Marcey, die keine Agentenfamilie hat, sondern einfach nur reiche und einflussreiche Eltern. Sie ist die Botschafterin zwischen “normal” und “außergewöhnlich” und hilft den Mädchen oft hinter die alltäglichen Dinge der nicht Gallagher Girls zu verstehen. Daraus ergeben sich für den Leser die ein oder anderen komischen Situationen.

Und dann ist da Josh. Der Junge in den sich Cammie verliebt. Er ist nicht der Schulschwarm oder der supersüße Junge, wie er in so vielen anderen Büchern zu finden ist. Er ist der Durchschnittsjunge von nebenan. Und das macht ihn so verdammt sympathisch.

 

Hintergrund: Tja, ob gut recherchiert oder nicht, kann ich nicht sagen, denn ich bin keine Topagentin der CIA oder des MI6. Eins weiß ich, ich habe in keiner Sekunde an der Schule, den Charakteren und des Hintergrundes gezweifelt. Die Autorin jongliert mit Möglichkeiten, mit Details und Informationen, die jeder schon mal gehört hat und man sich denkt: “Ja, das könnte ich mir für so eine Schule vorstellen. Das passt.”

 

Fazit: Genau das richtige zum träumen und seufzen. Und es wird weiter gehen. Im Juli erscheint der zweite Teil von den Abenteuern der Gallagher Girls. Ich bin schon sehr gespannt auf das Wiedersehen mit den Charakteren und wie es mit Cammie und Josh weitergehen wird.

Quelle: http://aislingbreith.de/2013/06/06/gallagher-girls-spione-kuesst-man-nicht